© Thorben Wengert / pixelio.de

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Wie schon mehrmals berichtet, will das Unternehmen Energiekontor zwischen Schönau und Bergrath Windräder aufstellen. Von anfänglich vier Anlage wurden nur noch zwei tatsächlich beantragt. Diesen Antrag über Windräder mit einer Höhe von etwa 150 Metern lehnte der Kreis nach Rücksprache mit der Stadt ab. Dagegen klagten die Betreiber und verloren jetzt in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Aachen.

Dank dem unermüdlichen Einsatz der SPD-Mitglieder Peter Stadie und Bruno Gödde, die sich in wahnsinniger Kleinarbeit in jedes Detail eingearbeitet und Berge von Unterlagen zusammengetragen haben, sodass sie den Verwaltungen von Kreis und Stadt ihre Argumente für den Prozess förmlich diktiert haben, konnten die Windräder in Schönau vor Gericht verhindert werden. Ihnen beiden gehört großer Dank.

Wichtig ist jetzt nicht zu glauben, dass damit das Thema Windkraft für Bad Münstereifel erledigt ist. Erstens ist es politisch und auch vor dem Hintergrund der Finanzsituation der Stadt unsinnig sich gegen die Windkraft zu stemmen. Denn jeder will den Atomausstieg und die CO2-Emissionen senken, aber keiner will so ein Rad vor der Nase stehen haben. Und zweitens sind solche Vorhaben grundsätzlich privilegiert und müssen damit genehmigt werden. Ob an anderen Standorten ein gleiches Urteil zustande kommt und ob das jetzige einer Berufung standhält, ist alles unsicher.

Damit die Windkraft aber nicht unkontrolliert über das Stadtgebiet verteilt wird und jeder so ein Ding vor der Nase hat, fordern wir schon seit Jahren eine sogenannte Windkraftkonzentrationszone, wo dann nur in diesem Gebiet Windräder gebaut werden dürfen. Es gibt einige Flächen, die weniger sensibel sind und auch in städtischem Eigentum stehen. Damit könnte Bad Münstereifel nicht nur die Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch Pachteinnahmen erzielen. Oder man realisiert einen solchen Park in Eigenregie als Bürgerwindpark und erzielt selbst die gesamten Einnahmen.

Die rot-grüne Landesregierung hatte nach Jahren der totalen Blockade durch die schwarz-gelbe Regierung unter Rüttgers den Bau von Windrädern auch in Waldgebieten ermöglicht. Damit erhöht sich die Zahl der möglichen Gebiete, die so wenig Anwohner wie möglich tangieren, und die Wahrscheinlichkeit eine städtische Fläche zu finden.

Zum Glück schwenkt nun anscheinend auch die Verwaltung auf unsere Position ein nachdem man auch in Bad Münstereifel auf eine Totalblockade gesetzt hatte, immer mit dem Risiko die Kontrolle über Standorte zu verlieren und einen Wildwuchs zu bekommen.

Berichte von:

Kölner Stadt-Anzeiger

Kölnische Rundschau