Seit ein paar Jahren fordert die SPD eine braune Hinweistafel an der A1, die auf Bad Münstereifels historischen Stadtkern hinweist. Von Köln aus kommend, sieht man vor der Ausfahrt Hinweistafeln auf das Freilichtmuseum Kommern und den Nationalpark.

Heute habe ich gesehen, dass jetzt auch das Industriemuseum in Euskirchen eine Tafel aufgebaut hat. Über Sinn und Unsinn eines solchen Schildes kann man trefflich streiten. Allerdings habe ich schon von vielen Bekannten gehört, dass sie wegen eines solchen Schildes abgefahren und die Attraktion besucht haben. Es gibt sogar eine eingefleischte Fangemeinde dieser Schilder, die sogar ihre Routen nach den Schildern organisieren. Also schaden würde ein solches Schild wohl eher nicht.

Sicher sind die Kosten ein gewichtiges Kriterium, so belaufen sich Produktion und Aufstellung auf etwa 20.000 €. Bei den drei bereits vorhandenen Schildern sind der Landschaftsverband Rheinland bzw. der Kreis Euskirchen Träger der beworbenen Einrichtungen, also solvente Institutionen. Aber das Beispiel der Stadt Brühl zeigt einen interessanten Ansatz auf. Da haben Design-Studenten die Tafel kostenfrei gestaltet und das Land hat sich an der Aufstellung beteiligt.

In Deutschland stehen viele dieser touristischen Hinweistafeln an Autobahnen. Viele bewerben eine einzelne Attraktion, einige aber auch ein gesamtes historisches Stadtbild, wie in Bad Münstereifel. Da könnte man sich einiges abgucken.

Beispiele für Hinweistafeln findet man hier:

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