Versprochen. Gehalten!

NRW schafft die Gebühren für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung ab. Damit werden Familien deutlich mehr entlastet, als jede Steuerreform der letzten Jahre an finanzieller Entlastung gebracht hat.

Das ist nur eine der Änderungen im Kindergartenbereich der neuen Landesregierung. Eine Übersicht über die Änderungen kann man in diesem Flugblatt (pdf) bekommen. Alle Änderungen im Detail findet man hier beim Ministerium.

Wie geht’s weiter?

In den kommenden Jahren sollen weitere Verbesserungen im Kindergarten beschlossen und umgesetzt werden. Ich würde mir einige Änderungen wünschen, die ich kurz darstellen will. Die Reihenfolge ist willkürlich und entspricht nicht meiner Priorität, genausowenig ist die Liste abschließend.

Einheitliche Beitragstabelle: Unter anderem würde ich mir wieder eine einheitliche Beitragstabelle in ganz NRW wünschen. Die alte, schwarz-gelbe Landesregierung wollte mit unterschiedlichen Beitragstabellen, deren Höhe die jeweilige Gemeinde festlegen kann, mehr Wettbewerb zwischen den Gemeinden ermöglichen. Im Ergebnis hat das aber dazu geführt, dass es große Unterschiede in NRW gibt, die vor allem mit der finanziellen Stärke der jeweiligen Gemeinde zusammenhängen. Die Wahl des Wohnortes einer Familie findet dagegen nur nachrangig aufgrund der Kindergartengebühren statt. So werden Familien aufgrund der finanziellen Stärke ihrer Heimatgemeinde willkürlich be- oder entlastet.

U3-Ausbau: Ganz wichtig ist vor allem aber die ausreichende Finanzierung des Ausbaus von Betreuungsplätzen für unter 3-jährige Kinder (U3-Ausbau). Bis Herbst 2013 müssen auch im Kreis Euskirchen für 35% aller Kinder von 1-3 Jahren Betreuungsplätze bzw. Tagespflegeplätze vorgehalten werden, damit der Rechtsanspruch realisiert werden kann. Zwar hat die neue rot-grüne Landesregierung schon mehr Geld zur Verfügung gestellt als die alte Regierung es getan hatte, dennoch reichen die Mittel bei weitem nicht. Im Kreis Euskirchen wurden schätzungsweise ca. 11 Mio. € benötigt. Mit den bisher geleisteten Investitionen besteht ein weiterer Finanzierungsbedarf von etwa 6 Mio. €. Das Geld kann der Kreis Euskirchen nicht alleine aufbringen. Die Finanzen des Kreises und der Städte und Gemeinden, die ihn durch die Kreisumlage finanzieren, sind ohnehin äußerst schlecht. Hier sind Bund und Land gefordert.

ErzieherInnen-Ausbildung/-Vergütung: Qualität in den Kindergärten, die immer mehr zu Bildungseinrichtungen geworden sind, ist wichtig. Das muss sich auch in der Ausbildung des Personals wiederspiegeln. In vielen europäischen Nachbarländern ist die akademische Ausbildung von Kindergartenpersonal bereits seit Jahren Standard. Eine entsprechende Anforderung müsste natürlich auch mit höherer Entlohnung einhergehen. Sicher ist das Thema eher nicht kurzfristig zu realisieren, dennoch sollte es mittelfristig angegangen werden.

Es gibt noch weitere Punkte, die ich im Kindergartenbereich verbessert sehen möchte. Für deren Umsetzung werde ich mich weiterhin im Kreis Euskirchen und in der SPD im Kreis und in NRW stark machen.