Archiv nach Schlagworten: Bad Münstereifel

Kinderarzt in Bad Münstereifel

Vor einiger Zeit wurde ich auf die kinderärztliche Versorgung in Bad Münstereifel angesprochen. In Bad Münstereifel ist kein Kinderarzt ansässig. Daraufhin habe ich mich an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung gewandt. Die Antwort will ich hier dokumentieren:

Sehr geehrter Herr Waasem,

wir kommen zurück auf Ihre Anfrage.

Nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden der Kreisstelle Euskirchen, Herrn Dr. XY, teilen wir Ihnen mit, dass die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein /  Kreisstellen an die Vorgaben und Richtlinien der Gesetzgebung gebunden ist. Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt die Richtlinien über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Feststellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie). Laut Statistik besteht derzeit im Kreis Euskirchen sogar eine Überversorgung mit einem Versorgungsgrad von 139,4 % (Stand: 01.07.2014, 11 zugelassene Kinderärzte, 0,2 ermächtigte Ärzte), was die Anzahl der Kinderärzte im Kreis betrifft. Auch in der Vergangenheit verfügte Bad Münstereifel selbst nicht über einen „eigenen“ Kinderarztsitz, da die Anbindung zu den Kinderarztpraxen von Bad Münstereifel nach Euskirchen und Mechernich sehr gut ist.

Einen Antrag auf Sonderbedarf zur Errichtung einer Kinderarztpraxis in Bad Münstereifel ist zwar grundsätzlich möglich, dass aber letztendlich dort eine Kinderarztpraxis zugelassen würde, ist eher unwahrscheinlich.

Herr Dr. XY ist zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen jederzeit bereit.

Mit freundlichen Grüßen

XY

Werner Esser kandidiert als Bürgermeister in Bad Münstereifel

Werner Esser

Werner Esser

Werner Esser, 56 Jahre alt, Rechtsanwalt aus Bonn und dort lange Jahre kommunalpoltisch aktiv, wird als Bürgermeisterkandidat in Bad Münstereifel antreten. Dies teilten sowohl die Bad Münstereifeler SPD als auch die UWV mit.

Der leidenschaftliche FC Köln-Fan Werner Esser kommt aus Bad Münstereifel-Iversheim, wo er aufgewachsen ist und weiterhin das elterliche Haus besitzt.

Nach dem Besuch des städtischen St. Michael Gymnasiums in Bad Münstereifel, dem er als aktives Mitglied im Verein alter Münstereifeler noch immer verbunden ist, ging er zum Jura-Studium nach Bonn. Im Rahmen seines Studiums, das er mit dem zweiten Staatsexamen abschloss, besuchte er die angesehene Verwaltungshochschule Speyer.

Er lebt mit seiner Ehefrau und zwei Töchtern in Bonn.

Seit 17 Jahren gehört er dem Stadtrat der Stadt Bonn an u.a. als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, planungs-und verkehrspolitischer Sprecher sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei den Stadtwerken Bonn Bus und Bahn. Er ist Mitglied der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und gilt regional als politisch gut vernetzt.

Die Bürger des Bonner Stadtteils Kessenich haben dem leidenschaftlichen Karnevalsjeck dreimal in Folge das Vertrauen ausgesprochen und ihn direkt in den Bonner Stadtrat gewählt.

Auf Nachfrage sagte er:
“Ich möchte meine breite kommunalpolitische Erfahrung für meine Heimatstadt einbringen. Ich bin mit Herz und Leidenschaft Kommunalpolitiker und weiß, dass man bei dem Engagement nicht auf die Uhr schauen darf. Mein Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch an andere Parteien, die eine Veränderung des Politikstils in Bad Münstereifel wollen. Für mich bedeutet das mehr Bürgernähe sowie mehr Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern sowie Rat und Verwaltung. Deshalb werbe ich um eine breite Unterstützung für meine Kandidatur.“

Volkszählung / Zensus 2011 in Bad Münstereifel und dem Kreis

Update: Bad Münstereifel klagt gegen das Ergebnis der Volkszählung. Da die Einwohnerzahlen nach dem Zensus niedriger sein sollen, als es das Melderegister ausweist, hat Bad Münstereifel finanzielle Einbußen bei den Zuweisungen von Steuergeldern zu befürchten. (Bericht Kölner Stadt-Anzeiger)

Die Bundesrepublik hat Inventur gemacht – so oder so ähnlich kann man den Zensus 2011 beschreiben. Es sind beim Zensus, also bei der Volkszählung, die tatsächlich in Deutschland lebenden Menschen erfasst worden. Auch wurden Informationen zu demografischen Daten (Alter, Migrationshintergrund, Geschlecht, Religion,…) und zum Gebäudebestand erhoben.

Nach dem Zensus hat Bad Münstereifel etwa 1.000 Einwohner weniger, als bisher angenommen wurde. Es wohnten demnach 17.472 Menschen am 30.06.2011 in Bad Münstereifel. Am 31.12.2011 waren es schon nur noch 17.431 und am 30.06.2012 noch 17.398. Alle Daten des Zensus für Bad Münstereifel kann man diesem Gemeindeblatt (pdf) oder dieser Bevölkerungsübersicht entnehmen. Interessant ist die Zahl der Auspendler. Demnach pendeln 64 % zum Arbeiten aus Bad Münstereifel in andere Städte und Gemeinden.

Eine schöne Übersicht der Ergebnisse für die jeweiligen Gemeinden hat die Bundeszentrale für politische Bildung erstellt. Auf der Seite www.zensuskarte.de gibt es auch noch mehr Informationen.

Mehr Infos zum Zensus 2011 und den Ergebnissen gibt es auf den Seiten des Zensus 2011.

Outlet Center macht Verkehrskonzept erforderlich

Nachdem es bisher immer nur um einzelne Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Outlet-Center ging, hat die Stadtverwaltung völlig aus den Augen verloren, dass die erwarteten zwei Millionen Besucher auch eine gesonderte Betrachtung der Verkehrssituation erforderlich machen. Deshalb hat die SPD jetzt beantragt ein Verkehrskonzept zu erarbeiten.

Uns ist dabei wichtig, dass das Wohnen, Arbeiten und Leben in der Kernstadt weiter möglich bleibt. Das soll als oberste Anforderung an ein Konzept im Vordergrund stehen. Auch die CDU hat sich nun für ein Verkehrskonzept ausgesprochen, was zu begrüßen ist. In dieser Sache scheinen wir also nicht weit auseinander zu liegen. Uns ist dazu wichtig, dass alle Betroffenen – Bewohner, Kunden, Besucher und Gewerbetreibende – in die Planung mit einbezogen werden.

Hier der Wortlaut der entsprechenden Pressemitteilung der SPD:

Die SPD Bad Münstereifel spricht sich für ein Verkehrskonzept für die Kernstadt aus. Es
solle eine parteiübergreifende Lösung unter Beteiligung aller Betroffenen gefunden werden.

Damit reagieren die kurstädtischen Genossen auf die Diskussion um eine mögliche
Fußgängerzone in der Orchheimer Straße.

“Wir können die Orchheimer Straße nicht isoliert betrachten. Wenn das Outlet die
erwarteten zwei Millionen Gäste anzieht, dann müssen wir uns den Verkehr im Mauerring
komplett angucken” beschreibt SPD-Fraktionsvorsitzender Anton Schmitz das Anliegen der
SPD.

Ein gefordertes Konzept müsse dabei einigen Anforderungen gerecht werden. So wollen die
Genossen unter anderem das Wohnen innerhalb der historischen Stadtmauer auch bei
Betrieb des Fashion Outlets möglich halten.

“Wir wollen nicht, dass die Stadt zu einem Museum verkommt, in dem die Häuser nur noch
aus Fassaden bestehen” so Schmitz weiter.

„Die Erreichbarkeit der innerhalb des Mauerrings ansässigen Einzelhändler und
Dienstleister (Ärzte, Rechtsanwälte, etc.) sowie Schulen, Kindergärten, Kirchen und
öffentlichen Einrichtungen“ solle gewährleistet bleiben, heißt es im SPD-Antrag.

“Auch mit Eröffnung des Outlets werden weiterhin Menschen in der Kernstadt ihren Arzt
besuchen müssen und ihre alltäglichen Besorgungen machen, dem muss die
Verkehrsregelung gerecht werden” beschreibt Schmitz die Zielrichtung des Antrages.

Aus diesem Grund bedarf es nach Vorstellung der SPD auch einer „validen und belastbaren
Untersuchung“ der Verkehrsströme, auf Grundlage derer ein gefordertes Konzept erstellt
werden soll.

“Wir werden in den kommenden Wochen mit vielen Kunden und Einzelhändlern,
Gastronomen und Pächtern in der Innenstadt ins Gespräch kommen um deren Erwartungen
und Anregungen aufzunehmen. Uns ist es wichtig, dass bei dieser Frage eine möglichst
einvernehmliche Entscheidung getroffen werden kann” führt Schmitz aus.

Weiter soll nach Vorstellung der Genossen bei Erstellung eines solchen Konzepts die
Möglichkeiten von Anwohnerparkregelungen betrachtet werden.

Und hier der Antrag der SPD-Fraktion:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Büttner,
die SPD-Stadtratsfraktion beantragt es möge beschlossen werden:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt ein Verkehrskonzept für alle Zu- und Ausfahrtsstraßen der
Kernstadt (Orchheimer Straße, Delle, Alte Gasse, Langenhecke und Heisterbacher Straße) und
der Parkregelungen innerhalb des Mauerrings unter Berücksichtigung der zu erwartenden
Verkehrszunahme aufgrund des Outlet Centers erstellen. Bei der Erstellung eines solchen
Konzepts ist ebenso die Möglichkeit von Anwohnerparkregelungen zu untersuchen. In einem
weiteren Schritt ist auch eine Konzeption für die gesamten Verkehre des Kernstadt zu erstellen.

Diese Konzeption soll folgenden Anforderungen und Zielen gerecht werden:
• Es soll eine parteiübergreifende, möglichst konsensuale Lösung unter Einbeziehung aller
Betroffenen und Beteiligten mit echter Bürgerbeteiligung gefunden werden.
• Die Bewohnbarkeit der Kernstadt mit Anfahrt- und Parkmöglichkeiten wird erhalten.
• Die Erreichbarkeit der innerhalb des Mauerrings ansässigen Einzelhändler und
Dienstleister (Ärzte, Rechtsanwälte, etc.) sowie Schulen, Kindergärten, Kirchen und
öffentlichen Einrichtungen bleibt gewährleistet. Dazu gehören adäquate Zu- und
Abfahrtsmöglichkeiten, sowie Parkgelegenheiten.
• Eine solche Konzeption greift erst mit Eröffnung des Outlet Centers.
• Eine Konzeption erfolgt auf Grundlage einer validen und belastbaren Untersuchung der
Verkehrsströme innerhalb der Kernstadt.

Begründung:
Die Frage einer Fußgängerzone in der Orchheimer Straße darf nicht isoliert betrachtet werden.
Die zu erwartenden Besuchermengen machen eine Betrachtung der gesamten Verkehrsströme
in der Kernstadt und sich eine daraus möglicherweise ergebende Neuordnung erforderlich. Die
Lebensfähigkeit der Kernstadt als Wohnbereich und Versorgungs- und Dienstleistungsbereich
hängt von der Erreichbarkeit und der Möglichkeit zu parken ab. Deshalb sind alle Zu- und
Ausfahrtsstraßen der Kernstadt in eine solche Lösung mit einzubeziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Anton Schmitz

Landtagswahl in Bad Münstereifel

Die Landtagswahl ist in Bad Münstereifel folgendermaßen ausgegangen:

Erststimmen:

Erststimmen Gesamtergebnis Bad Münstereifel

Erststimmen Gesamtergebnis Bad Münstereifel

Gewinne/Verluste Erststimme Bad Münstereifel

Gewinne/Verluste Erststimme Bad Münstereifel

Zweitstimmen:

Gesamtergebnis Zweitstimmen Bad Münstereifel

Gesamtergebnis Zweitstimmen Bad Münstereifel

Gewinne/Verluste Zweitstimmen Bad Münstereifel

Gewinne/Verluste Zweitstimmen Bad Münstereifel

Die SPD legt in Bad Münstereifel bei den Erststimmen über dem Wahlkreis-Durchschnitt zu und bestätigt bei den Zweitstimmen genau den Schnitt. Die starken Zuwächse sind meiner Meinung nach einerseits der allgemeinen Stimmung im Land zu verdanken und andererseits der besonderen Popularität von Hannelore Kraft. Viele Menschen, die sonst keinerlei Nähe zur SPD haben, haben mir ihre Sympathie für Hannelore Kraft geäußert.

Auch die jahrelange intensive Arbeit von Uwe Schmitz schlägt sich in guten Zahlen nieder. Es zeigt sich, dass er vor Ort rödelt und das das wahrgenommen wird.

Ich gratuliere Herrn Voussem zu seinem knappen Einzug in den Landtag, der FDP und den Piraten zu guten Ergebnissen. Aber ganz besonders, und das wird keinen überraschen, bedanke ich mich bei unseren Wählerinnen und Wählern und bei den Unterstützern!

Alle Detail-Ergebnisse (einzelne Stimmbezirke, Wahlkreisergebnisse, etc.) bekommt man hier.

Hotel in Bad Münstereifel auf dem Radberg?

golfhotel

Golf Hotel (Bild: Michael Greuel)

Das Golfhotel thront sehr präsent über Bad Münstereifel. Es ist kein schöner Blickfang und war in den vergangenen Jahren häufig Gegenstand von Kritik und Diskussion. Schon der damalige Neubau neben dem Dachsbau sorgte für viel Ärger.

Die jetzige Diskussion um ein geplantes 100 Betten-Hotel auf dem Radberg muss auch vor dem Hintergrund der vergangenen Probleme geführt werden.

Klar ist, dass in Bad Münstereifel, spätestens seit dem Verkauf des Kurhauses, ein größeres Hotel fehlt. Auch für den Kreis Euskirchen ist die Ansiedlung von größeren Übernachtungsbetrieben für die touristische Infrastruktur von hoher Wichtigkeit. Insofern muss das Investitionsinteresse grundsätzlich begrüßt werden.

Andererseits war der bisherige Plan, den Radberg als Gegenpol zur Bebauung auf dem anderen Talhang von Bebauung frei zu halten. Der Bau des Golfhotels wird schon als Sündenfall gesehen.

Auch wenn bei einem Abriss und Neubau eine architektonische Aufwertung erfolgen würde, ist Vorsicht geboten. Von einer vergleichbaren Wirkung eines Neubaus für Bad Münstereifel wie das Guggenheim für Bilbao oder die Elbphilharmonie für Hamburg zu sprechen, ist sehr hochtrabend und vermessen.

Jetzt einem Hotel zuzustimmen, bei dem keinerlei Details bekannt sind, wäre fahrlässig. Bekannt ist bisher lediglich der Architekt und eine grobe Planung. Weder der Investor will sich outen, noch werden genauere Dimensionen benannt. Das allein zeugt nicht von großer Vertrauenswürdigkeit, wenn man erst bei einer grundsätzlichen Zustimmung sich zu erkennen geben will.

Darüber hinaus mahnen die vielfältigen Probleme, die es in der Vergangenheit mit dem Eigentümer des Golfhotels gegeben hat, zur Vorsicht. Vereinbarungen wurden nicht eingehalten und Grenzen überschritten.

Vor diesem Hintergrund ist nicht die Politik unter Zugzwang, vielmehr sollte der Investor mit offenen Karten spielen und die Planung auf den Tisch legen. Bei aller Sympathie für ein neues Hotel in Bad Münstereifel, der Standort ist sehr sensibel und erpressen lassen sollte man sich dreimal nicht.

Klimaschutzkonferenz Bad Münstereifel

staatliche Förderung von Stromträgern (© Greenpeace Energy eG)

staatliche Förderung von Stromträgern (© Greenpeace Energy eG)

Am vergangenen Dienstag fand Klimaschutzkonferenz für Bad Münstereifel statt. Im Zusammenhang mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für Bad Münstereifel hatten die Gutachter gemeinsam mit der Stadt zu dieser Konferenz geladen. Eine ähnliche Veranstaltung fand schon im November im Zusammenhang mit dem Klimaschutzgutachten für den Kreis Euskirchen statt.

Das Konzept soll einerseits den tatsächlichen Verbrauch von Energie und den dadurch entstehenden CO2-Ausstoß im Kreis Euskirchen ermitteln und, darauf aufbauend, Potenziale für Einsparungen, Energieeffizienz und Energieerzeugung benennen. Das Konzept wird erstellt von der Firma Gertec in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Mobilité.

Neben einigen Bürgern, Verwaltungsmitarbeitern, wenigen Politikern fanden auch einige Unternehmensvertreter den Weg ins Rathaus. So waren  u.a. die VR-Bank Nordeifel, die IHK, die KEV und die Regionalgas vertreten.

An verschiedenen thematischen Tischen, deren Besetzung nach einiger Zeit der Diskussion wechselte, wurden Ideen und Visionen diskutiert und besprochen. Die Themen waren: Energieerzeugung und Regenerative Energien, Mobilität, Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen und energetische Sanierung. Ich kann zur Diskussion zum Thema Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen keine Auskünfte geben, da ich nur an den anderen Tischen teilnahm.

Es gab viele interessante Ideen und Gespräche. Insbesondere im Bereich der Mobilität gab es rege Diskussion. Man kam zum Schluss, dass ein Einstellungswandel bei dem Thema erfolgt und weiter erfolgen muss. Dazu wurden verschiedene Projekte angedacht. Neben Pendlerbörsen, Ausbau der E-Mobilität und der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes kam auch die Attraktivierung des ÖPNV-Netzes u.a. mit einer Buslinie Bad Münstereifel – Mechernich zur Sprache. Spannend fand ich auch den Ansatz möglichst viele Dienstleistungen der Stadt online anzubieten, um Verkehre zu vermeiden.

Es gab einige Ideen, die bereits in der Vergangenheit aus der Bürgerschaft und der Politik vorgeschlagen wurden. So z.B. die Einstellung eines Klimaschutz-Managers, der nach Studien seine Kosten regelmäßig um das 5-fache durch Einsparungen einfährt. Alle diese bereits in der Vergangenheit vorgeschlagenen Maßnahmen wurden jeweils von der Verwaltung unter Hinweis auf angebliche Undurchführbarkeit mit der Mehrheit von schwarz-grün abgelehnt. Die Gutachter ließen das in der Veranstaltung nun in einem anderen Licht erscheinen. Hoffentlich ergibt sich aus dieser Veranstaltung ein Sinneswandel bei der Verwaltungsspitze bei dem ein oder anderen Thema.

Es zeigte sich auch, dass eine gemeinsame, kreisweite Begutachtung Sinn gemacht hätte. Jetzt gibt es mehrere einzelne Gutachten, durch die gleichen Gutachter, die nicht umfassend sein können. Es wurde in der Veranstaltung auch durch Teilnehmer mehrfach deutlich, dass eine interkommunale Herangehensweise an viele Themen sinnvoll ist. Leider hat Herr Büttner bisher nahezu jeden dieser Ansätze blockiert.

So gut die Veranstaltung inhaltlich war, so enttäuschend war die Wertschätzung, die ihr durch die Politik und den Bürgermeister entgegengebracht wurde. Es waren lediglich ein Vertreter der CDU, der SPD und zwei Vertreter der UWV, die schnell wieder verschwanden, anwesend. Die Grünen und die FDP waren überhaupt nicht vertreten. Auch Herr Büttner zeigte kein besonderes Interesse an der Konferenz. Hielt Landrat Rosenke ein umfangreiches und inhaltlich gutes Grußwort und beteiligte sich auch bei der anschließenden Diskussion bei der Veranstaltung des Kreises, so führte Herr Büttner unvorbereitet und lieblos in die Veranstaltung ein. Während dem eigentlichen Highlight, der Diskussionen, verschwand er völlig. Dahingegen brachten sich die anwesenden Verwaltungsmitarbeiter, darunter auch einige leitende Mitarbeiter, rege und engagiert in die Runden ein. Es ergaben sich anregende Gespräche mit guten Ideen, die Herr Büttner und die Parteivertreter alle verpasst haben

Schlecker schließt Filialen im Kreis Euskirchen

Schlecker-Filiale in Berlin (cc-by-nc-sa Songkran / flickr.com)

Schlecker-Filiale in Berlin (cc by-nc-sa by Songkran)

Der in finanzielle Schwierigkeiten geratene Schlecker-Konzern hatte bereits die Schließung von Schlecker-Filialen angekündigt. Aus einer Schließungsliste, die der Spiegel nun veröffentlichte, gehen die einzelnen Schließungen hervor. Die Filialen sollen zum 24.3.2012 geschlossen werden.

Demnach ist von der Schließung auch die Filiale in Bad Münstereifel in der Werther Straße betroffen. Alle Filialen, die im Kreis Euskirchen geschlossen werden sollen sind:

  • Bad Münstereifel, Werther Straße
  • Blankenheim, St-Stevens-Woluwe-Platz
  • Euskirchen, Kirchheimer Straße
  • Euskirchen, Münstereifeler Straße
  • Euskirchen, Charleviller Platz
  • Zülpich, Kölnstraße

Laut Schlecker-Informationen bedeutet eine Schließung nicht automatisch die Kündigung der Mitarbeiter. Allerdings sollen auch etwa 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt werden.

Buslinie Bad Münstereifel – Mechernich

(c) Viktor Mildenberger / pixelio.de

(c) Viktor Mildenberger / pixelio.de

In dieser Woche beginnen die Beratungen zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans für den Kreis Euskirchen in den Gremien des Kreistags. Der Nahverkehrsplan bestimmt den Umfang und die Details des öffentlichen Personennahverkehrs, also der Buslinien im Kreis.

Besonders wichtig ist mir dabei eine Buslinie zwischen Bad Münstereifel und Mechernich. Insbesondere eine Anbindung Bad Münstereifels an das Kreiskrankenhaus Mechernich ist mir wichtig.

Schon beim letzten Beschluss über den Nahverkehrsplan im Jahr 2005 wurde die Linie von mir und der SPD-Fraktion gefordert. Sinnvoll wurde und wird sie auch von vielen anderen im Kreistag betrachtet, gescheitert ist sie damals am Widerstand der Bürgermeister Büttner und Schick.

Im jetzigen Verfahren haben wir die Linie wieder ins Gespräch gebracht, auch die Stadtverwaltung Bad Münstereifel hat die Linie angeregt. Das freut mich besonders, da man sie zuletzt verhindert hat. Hoffentlich hält Herr Büttner auch weiterhin an der Linie fest und ändert seine Meinung nicht spätestens wenn es um die Kosten geht. Die SPD-Fraktion und ich werden jedenfalls wieder für eine solche Linie kämpfen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat dazu folgende Pressemitteilung herausgegeben:

„Die Aufstellung des Nahverkehrsplanes 2005 war ein wichtiger und richtiger Schritt für den Kreis. Seit dem ist es gelungen, den Nahverkehr im Sinne der Bürgerinnen und Bürger weiter auszubauen. Diesen Plan müssen wir nun fortschreiben, damit Projekte, wie z.B. die Busverbindung von Bad Münstereifel nach Mechernich (Krankenhaus), vom Papier auf die Straße gebracht werden“, führt Uwe Schmitz, Fraktionsvorsitzender der SPD, zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes aus.

Mit der Aufstellung des Nahverkehrsplanes im Jahr 2005 hat sich der Kreis Euskirchen einen Leitfaden zur nachhaltigen Erhaltung und Entwicklung des Nahverkehrs gegeben. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist es richtig, die Fortschreibung voranzutreiben und den Blick auf die Erhaltung des aktuellen Standards nicht zu verlieren.

Insgesamt 8 von 11 beteiligten Kommunen gaben der Kreisverwaltung Anregungen, Ergänzungen und Handlungsempfehlungen für die Fortschreibung des Planes ein. „Wir nehmen positiv zur Kenntnis, dass sich viele der einst skeptischen Bürgermeister nun auch endlich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger an der Fortschreibung des Planes beteiligen“, ergänzt Thilo Waasem Kreistagsmitglied aus Bad Münstereifel.

„Besonders freut mich persönlich, dass der Bürgermeister von Bad Münstereifel und seine Verwaltung nun selbst die Anregung gemacht haben, die schon seit Jahren dringend benötigte Buslinie von Bad Münstereifel nach Mechernich-Krankenhaus, einzurichten. Diese Buslinie wird seit Jahren benötigt und von allen Seiten gefordert“, so Waasem weiter.

Bereits im Jahr 2005 wurde unter Befürwortung der SPD-Fraktion versucht, die Buslinie Bad Münstereifel-Mechernich (Krankenhaus) einzurichten. Eine Buslinie, die vor allem die Lebensqualität von den Menschen verbessert, die das Ziel Kreiskrankenhaus in Mechernich haben. Leider scheiterte die Einrichtung am Widerstand der betroffenen Bürgermeister beider Kommunen.

„Die SPD-Fraktion hofft nun, dass dieses nun fast 7 Jahre brachliegende und dringend benötigte Projekt endlich umgesetzt wird. Herr Büttner muss dieses Mal zu diesem Projekt stehen und es bis zum Ende unterstützen“, ergänzt Waasem abschließend.

WDR2 für Bad Münstereifel

Leider hat es nicht für’s Finale gereicht.

Im nächsten Jahr vielleicht.

WDR2 startet in diesem Jahr wieder die Aktion “WDR2 für eine Stadt”. In Bad Münstereifel organisiert sich die Bewerbung für einen Tag WDR2 aus Bad Münstereifel. Neben vielen Berichten aus und über die Stadt wird es in der Gewinner-Stadt ein großes Livekonzert mit Rae Garvey und Stefanie Heinzmann geben.

Alle Infos zur Aktion hier.

Im Rahmen des Jahres der Stadtmauer 2012 steht auch die Bewerbung Bad Münstereifels für die WDR2-Aktion. Unterstützen kann man die Bewerbung auf vielfältige Art und Weise:

Hier kurz ein Überblick, wie die Abstimmung und die Wertung funktioniert:

Die Vorrunde:
Vom 6. Februar 2012, 0 Uhr bis zum 29. Februar 2012, 24 Uhr kann man für Bad Münstereifel abstimmen.

  • Im Internet auf wdr2.de: Aus der Städte-Liste Bad Münstereifel auswählen und per Mausklick Stimme abgeben. Im Anschluss noch die Sicherheitsfrage beantworten, die zum Online-Votung gestellt wird (Fragen sind z.B.  “Welche Zahl steckt in 1Live”  oder “Welchen Vornamen hat Angela Merkel”). Zum Online-Voting geht’s hier.
  • In allen WestLotto-Annahmestellen in NRW : Hier kann jeder für seine Stadt abstimmen.
  • Per Unterschriftenliste: Die Listen liegen in verschiedenen Geschäften, Gaststätten und der Kurverwaltung in Bad Münstereifel und Umgebung aus. Jeder Eintrag mit vollständigem Namen und Unterschrift wird ebenfalls gezählt. Wer selbst mit einer Unterschriftenliste Stimmen sammeln möchte, kann sie hier downloaden. Listen bis zum 25. Februar in der Kurverwaltung oder im Apothekenmuseum abgeben.
  • Über Twitter: Schick an @WDR2 einen Tweet mit dem Stadtnamen und dem Tag #fes12

Große und kleine Städte haben die gleiche Chance, weil die abgegebenen Stimmen zur Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt werden. Dieses Verhältnis entscheidet über die Platzierung. Das Finale erreichen jeweils die fünf besten Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern und die fünf besten mit weniger als 50.000 Einwohnern.

Das Finale:
Die Finalrunde begint am Montag, 5. März 2012 und endet am Freitag, 16. März 2012. Immer von Montag bis Freitag besuchen die WDR 2 Moderatoren Steffi Neu, Jürgen Mayer oder Uwe Schulz jeweils einen Finalisten mit dem Bühnen-Übertragungswagen. Einen ganzen Tag lang hat die Stadt oder Gemeinde Zeit, maximal 18 Punkte zu sammeln.

  • Fünf Bürgerpunkte gibt es, wenn die Einwohner gemeinsam eine von WDR 2 gestellt Aufgabe innerhalb einer vorgegebenen Zeit lösen. Die Aufgabe wird jeweils am Vormittag des Spieltags in der Stadt bekannt gegeben.
  • Neu sind die drei LigaLive-Punkte. Bis zu drei Schützen dürfen dazu insgesamt drei Mal auf die WDR 2 LigaLive Torwand schießen. Ist der Ball drin, gibt es jeweils einen Punkt.
  • Bis zu zehn Bürgermeisterpunkte gewinnt der Finalist, wenn das Stadtoberhaupt Fakten in einem Porträt seiner Stadt korrekt als richtig oder falsch erkennt. Zehn Mal stoppt der Beitrag kurz. In dieser Zeit muss der Bürgermeister die Frage beantworten: “Stimmt die gerade gehörte Aussage oder nicht?” Die erste Antwort des Bürgermeisters zählt. Er kann sich durch Zurufe seiner Bürgerinnen und Bürger helfen lassen – sollte aber die Zeit im Auge behalten.

Am Ende gewinnt die Stadt oder Gemeinde mit den meisten Punkten. Bei Punktegleichstand entscheidet ein Stechen am 17. März 2012.