(c) www.fuers-leben.de

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Am 4.6.2011 ist Tag der Organspende. “Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!” lautet das diesjährige Motto. Der erste Samstag im Juni ist seit 29 Jahren der Organspende gewidmet. Er ist ein wichtiger Anlass, um das Thema Organspende verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Menschen zu informieren.

In Deutschland kommen auf ein Million Einwohnter 16 Organspendern. Damit liegt Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten nur im unteren Mittelfeld. Jährlich warten 12.000 Menschen dringend auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben in Deutschland im Durchschnitt drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben. Das ist überraschend, weil 70-80 % der Deutschen Organspende befürworten, aber nur etwa 25 % einen Organspenderausweis besitzen.

Der Mangel an Organspendern hat etwas mit der gesetzlichen Regelung des Transplatationswesens zu tun. Danach gilt bisher die sogenannte “Zustimmungslösung” wonach nur der als Spender in Frage kommt, der der Spende zugestimmt hat. Das geschieht in der Regel in Form des Organspenderausweises. Somit fallen alle Menschen, die zwar zur Spende bereit sind, jedoch keinen Spenderausweis haben oder anders ihre Zustimmung dokumentiert haben, als Spender aus.

Das Thema Organspende ist zur Zeit Gegenstand einer Diskussion im Bundestag. Danach soll Transplantationsgesetz geändert werden. Es sind zwei mögliche Varianten im Gespräch, die das soeben beschriebene Problem lösen sollen. Einmal ist das, die bereits in anderen Ländern praktizierte, Widerspruchslösung. Danach gelten grundsätzlich alle Einwohner als Spender, solange sie nicht ihren Widerspruch gegen die Spende erklärt haben. Der andere Vorschlag, Entscheidungslösung genannt, sieht vor, dass jeder Mensch zu seiner Bereitschaft zur Spende befragt wird und die Entscheidung auf Personalausweis, Gesundheitskarten oder Führerschein vermerkt wird.

Unabhängig vom Ausgang der parlamentarischen Diskussion und der Entscheidung welche Lösung kommen wird, gilt es sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und für sich persönlich eine Entscheidung über die eigene Spenderbereitschaft zu treffen. Organspendeausweise gibt es bei jedem Arzt oder Apotheker, auch im Internet kann man sich Ausweise besorgen.

Weiter Infos gibt es hier:

http://www.fuers-leben.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Organspende
http://www.rp-online.de/gesundheit/medizin_und_vorsorge/In-Deutschland-gibt-es-zu-wenig-Organspenden_aid_898609.html
http://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/bundesweite-pressemitteilungen/pressemitteilungen-bundesweit-anwendung/309238?newsroomPressemitteilung=343082
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Steinmeier-erwartet-neues-Transplantationsgesetz_aid_1005268.html