Die Frage, ob ein Supermarkt auf den Eifelbadparkplatz kommen soll oder nicht, wurde von Anfang an kontrovers diskutiert. Auch in der SPD. Die argumentativen Fronten erinnerten fast an eine Glaubensfrage.

Leider wurde die Frage der Schulbushaltestelle immer wieder mit dem Supermarkt verbunden. Schon lange bevor der Supermarkt Thema im politischen Raum wurde hat die SPD die Verlagerung und den Ausbau einer Schulbushaltestelle auf der westlichen Erftseite gefordert.

Das die drei Unterstützerparteien von Michael Nücken, SPD, FDP und UWV, in dieser Frage anderer Meinung waren, ist kein großes Geheimnis. Auch Michael Nücken lehnt die Ansiedlung des Supermarkts ab. Mit guten Gründen.

Auf seine Bitte haben sich die drei Parteien am Dienstag, den 27.1.09, in seinem Wahlkampfbüro getroffen, um eine gemeinsame Position zu finden. Das ist unter seiner Vermittlung auch gelungen. Er hat darum gebeten seine Kandidatur und seine eventuelle Bürgermeisterschaft nicht mit einem Beschluss zu belasten, den er nicht unterstützt.

Wir haben uns also darauf geeinigt, den Supermarkt fallen zu lassen und die Bushaltestelle auf der westlichen Seite provisorisch zu bauen. Nach einer Testphase soll dann geguckt werden, ob die befürchteten Probleme eingetreten sind. Wenn dem so sein sollte, wird die Haltestelle wieder zurückverlegt.

Ich denke, dass ist ein guter Kompromiss. Insbesondere vor dem Hintergrund, das die Zukunftswerkstatt eine Idee für Münstereifel entwickelt. Auch traue ich Michael Nücken, im Gegensatz zu seinem Kontrahenten, zu die Stadt in punkto Marketing und Stadtmanagement besser aufzustellen. Mit diesem Kompromiss hat Michael Nücken seine Qualitäten als ehrlicher Vermittler von unterschiedlichen Interessen bewiesen, immerhin ist er Mediator.

Wenn jetzt in der Öffentlichkeit sich Büttner, CDU und Grüne als diejenigen darstellen, die an vorderster Front den Rückzug angetreten haben, dann ist das an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Allein die Tatsache, dass beide von unserer Vereinbarung Wind bekommen haben, hat bei ihnen die Angst geweckt als einzig Uneinsichtige darzustehen.

Nun fällt auch die Maske des Büttners und es zeigt sich seine wahre Intention. Hat er in der völlig unnötigen und teuren Rundreise zur Vermittlung des Vorhabens immer behauptet, es gebe keinen inhaltlichen Zusammenhang zwischen Supermarkt und Bushaltestelle, so hat er nun zugegeben, dass mit der 85%igen Landesförderung der Haltestelle auch die Notwendigkeit des Verkaufs an einen Supermarkt entfällt.

(Presse zum Thema: KStA, Rundschau)