Über zwei Themen des gestrigen Sozialausschuss möchte ich hier kurz berichten. Alle Themen des Ausschusses kann man im Online-Sitzungsdienst des Kreises hier einsehen.

Der neue Geschäftsführer des Jobcenters berichtete über die aktuellen Entwicklungen. Dabei insbesondere über die strukturellen Veränderungen, die aufgrund der Konzentration auf drei Standorte notwendig wurden.

Zur Zeit leben im Kreis Euskirchen 11.442 Personen in Bedarfsgemeinschaften. Davon sind 4.877 Menschen der Vermittlung zugänglich. Die Differenz sind entweder Kinder, Jugendliche in Ausbildung, alleinerziehende Eltern oder pflegende Angehörige. Von diesen 4.877 Menschen sind 1.480 Menschen länger als 24 Monate im Leistungsbezug.

Daraus ergibt sich das Bild, dass es sich hierbei nicht um eine statische Masse an Menschen handelt. Auch das oft verbreitete Vorurteil, die meisten Hartz IV-Empfänger würden es sich im Leistungsbezug bequem machen, lässt sich durch die Zahlen nicht bestätigen.

Durch die aktuellen Entwicklungen im Bereicht der Grundsicherung wird sich einiges für den Kreis Euskirchen in der Zukunft ändern. Konkrete Auswirkungen sind aber bisher nicht absehbar.

  • Gesundheitsbericht 2010 – Schuleingangsuntersuchung

Der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Ziemer, stellte die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung 2009/2010 vor. (Alle Gesundheitsberichte kann man hier finden.)

Aus dem Bericht lässt sich auch eine statistische Korrelation zwischem sozialem Status und Gesundheitsfaktoren und Entwicklungsstand ablesen. Insbesondere die Zahngesundheit ist hier zu nennen. Laut Kreiswehrersatzämtern könnte sich der soziale Status bei der Musterung bereits am Gebiss ablesen lassen. Dennoch hat die Zahngesundheit in der Grundschule zugenommen. Bad Münstereifel ist hier in der Spitzengruppe.

Laut Dr. Ziemer können es Schulen unmöglich schaffen die Schere im Entwicklungsstand, die im Kleinkindalter entstanden ist,  zu schließen. Deshalb sei es so eminent wichtig frühestmöglich Maßnahmen zu ergreifen. Deshalb seien Projekte wie EU-FUN (mit den Babybegrüßungspaketen durch geschultes Fachpersonal) und EU-Kita besonders wichtig und geeignet früh den Fehlentwicklungen entgegen zu wirken.