Auf Antrag der SPD-Fraktion hat der Rat der Stadt Bad Münstereifel in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen den Kreis aufzufordern, nicht im Bereich der Jugendzentren zu sparen. Obwohl der Bürgermeister eine offizielle Unterstützung der Einrichtungen gegenüber dem Kreis abgelehnt hatte und damit Sparbemühungen indirekt unterstützt hat, haben sich alle Parteien hinter die Arbeit des Kinderschutzbundes gestellt. Hier der Wortlaut der beschlossenen Resolution:

Rat und Verwaltung der Stadt Bad Münstereifel sprechen sich gegen eine Streichung oder
Kürzung der Mittel für die offene Jugendarbeit aus.
Bei diesen Mitteln handelt es sich um präventive Investitionen, die, bei Wegfall, nachhaltig zu
Mehrkosten im Sozialbereich auch für die Kommunen führen.

Rat und Verwaltung der Stadt Bad Münstereifel erkennen die Arbeit in den Jugendzentren in
Bad Münstereifel, KICK und Gate 47, als äußerst effektiv und gut an.
Für eine präventive Jugendarbeit ist sie unerlässlich. Daher rufen Rat und Verwaltung der Stadt
Bad Münstereifel den Kreis Euskirchen eindringlich dazu auf, auch weiterhin die für den Betrieb
der Jugendzentren erforderlichen Personalkosten zu übernehmen, damit der notwendige Erhalt
und die Förderung der Jugendeinrichtungen in Bad Münstereifel sichergestellt werden kann.

Begründung:
Der Kreis Euskirchen überarbeitet derzeit den Kinder- und Jugendförderplan des Kreises. Dabei
soll einerseits über eine inhaltliche Neukonzeptionierung der offenen Jugendarbeit befunden
werden, andererseits sollen mögliche Einsparpotentiale beleuchtet werden. Vor diesem
Hintergrund findet bereits eine Diskussion über mögliche Einsparungen statt. Einsparungen
können im Bereich der offenen Jugendarbeit lediglich über die Personalkosten erreicht werden.
Eine weitere Reduzierung der Personalstellen würde unweigerlich zu einer Absenkung der
Leistungen führen. Damit einhergehen würde zwangsläufig die Schließung zumindest eines der
Jugendzentren, wahrscheinlich des Gate 47 in Arloff.

Die bereits in der Vergangenheit vorgenommene Stellenkürzung hat in Bad Münstereifel zur
Schließung des durch den Kinderschutzbund betriebenen Jugendtreffs in Houverath geführt, die
trotz starken ehrenamtlichen Einsatzes, insbesondere von Herrn Lanzerath, nicht adäquat
aufgefangen werden konnte.