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Im letzten Ausschuss für Soziales und Gesundheit hat Herr Becker vom Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. die Zahlen der Suchtkranken im Kreis Euskirchen vorgestellt. Das Ergebnis hat mich schockiert.

Hier die Zahlen (jeweils für den Kreis Euskirchen):

  • Alkohol-Abhängigkeit: 3.800 Personen
  • missbräuchlicher Alkoholkonsum: 6.100 Personen
  • riskanter Alkoholkonsum: 19.100 Personen
  • Tabak-Abhängige: ca. 11.400 Personen (bei ca. 47.100 Konsumenten)
  • Cannabis-Abhängige: ca. 630
  • missbräuchlicher Cannabiskonsum: ca. 1.100 Personen (bei ca. 7.300 Konsumenten)
  • Abhängige von anderen illegalen Drogen (Heroin, Kokain, Amphetaminen, u.a.): ca. 1.700 Personen
  • Medikamentenabhängige: ca. 3.600 Personen
  • krankhafte Glücksspieler: ca. 630 Personen
  • Menschen mit Essstörungen: ca. 1.900 Personen

Alles in allem eine extrem hohe Zahl an Menschen, die an Suchtproblemen leiden. An solche Dimensionen hatte ich vor der Information der Caritas nicht geglaubt.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig und richtig die Zuschüsse für die Suchtberatungsangebote der Caritas nicht zu kürzen. Angesichts der gestiegenen Fallzahlen handelt es sich bei gleich bleibenden Zuwendungen de facto um Kürzungen.

Das sollte den Leuten, die immer nach Einsparungen im Bereich der freiwilligen Leistungen rufen, mal vor Augen geführt werden.

Mehr Infos:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Angebote der Caritas im Kreisdekanat Euskirchen