Die CDU möchte ihren Landrat absetzen. Das ist im politischen Geschäft kein besonders bemerkenswerter Vorgang. Allerdings die Argumentation, mit der die Gegenkandidatur Picks begründet wird, offenbart ein sonderbares Staatsverständnis.

Günter Rosenke habe sich nicht loyal gegenüber der CDU verhalten, er habe die CDU nicht stark genug herausgestellt. Das ist schon starker Tobak. Als erster Repräsentant seiner Kommune, hier des Kreises Euskirchen, ist man Vertreter aller Bürger und nicht nur derjenigen, die das entsprechende Parteibuch haben.

Pick und Konsorten scheint wohl an einer stärkeren Orientierung der Kreisverwaltung an Parteiinteressen gelegen sein. Wenn es nach ihnen ginge, dann würde nach Parteibuch und nicht nach Qualifikation eingestellt werden. In der ersten Reihe der Kritiker, die dieses, rein an Parteiinteressen orientierte, Staatsverständnis offenbaren findet sich auch die CDU Bad Münstereifel mit ihrem Vorsitzenden.