staatliche Förderung von Stromträgern (© Greenpeace Energy eG)

staatliche Förderung von Stromträgern (© Greenpeace Energy eG)

Am vergangenen Dienstag fand Klimaschutzkonferenz für Bad Münstereifel statt. Im Zusammenhang mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für Bad Münstereifel hatten die Gutachter gemeinsam mit der Stadt zu dieser Konferenz geladen. Eine ähnliche Veranstaltung fand schon im November im Zusammenhang mit dem Klimaschutzgutachten für den Kreis Euskirchen statt.

Das Konzept soll einerseits den tatsächlichen Verbrauch von Energie und den dadurch entstehenden CO2-Ausstoß im Kreis Euskirchen ermitteln und, darauf aufbauend, Potenziale für Einsparungen, Energieeffizienz und Energieerzeugung benennen. Das Konzept wird erstellt von der Firma Gertec in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Mobilité.

Neben einigen Bürgern, Verwaltungsmitarbeitern, wenigen Politikern fanden auch einige Unternehmensvertreter den Weg ins Rathaus. So waren  u.a. die VR-Bank Nordeifel, die IHK, die KEV und die Regionalgas vertreten.

An verschiedenen thematischen Tischen, deren Besetzung nach einiger Zeit der Diskussion wechselte, wurden Ideen und Visionen diskutiert und besprochen. Die Themen waren: Energieerzeugung und Regenerative Energien, Mobilität, Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen und energetische Sanierung. Ich kann zur Diskussion zum Thema Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen keine Auskünfte geben, da ich nur an den anderen Tischen teilnahm.

Es gab viele interessante Ideen und Gespräche. Insbesondere im Bereich der Mobilität gab es rege Diskussion. Man kam zum Schluss, dass ein Einstellungswandel bei dem Thema erfolgt und weiter erfolgen muss. Dazu wurden verschiedene Projekte angedacht. Neben Pendlerbörsen, Ausbau der E-Mobilität und der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes kam auch die Attraktivierung des ÖPNV-Netzes u.a. mit einer Buslinie Bad Münstereifel – Mechernich zur Sprache. Spannend fand ich auch den Ansatz möglichst viele Dienstleistungen der Stadt online anzubieten, um Verkehre zu vermeiden.

Es gab einige Ideen, die bereits in der Vergangenheit aus der Bürgerschaft und der Politik vorgeschlagen wurden. So z.B. die Einstellung eines Klimaschutz-Managers, der nach Studien seine Kosten regelmäßig um das 5-fache durch Einsparungen einfährt. Alle diese bereits in der Vergangenheit vorgeschlagenen Maßnahmen wurden jeweils von der Verwaltung unter Hinweis auf angebliche Undurchführbarkeit mit der Mehrheit von schwarz-grün abgelehnt. Die Gutachter ließen das in der Veranstaltung nun in einem anderen Licht erscheinen. Hoffentlich ergibt sich aus dieser Veranstaltung ein Sinneswandel bei der Verwaltungsspitze bei dem ein oder anderen Thema.

Es zeigte sich auch, dass eine gemeinsame, kreisweite Begutachtung Sinn gemacht hätte. Jetzt gibt es mehrere einzelne Gutachten, durch die gleichen Gutachter, die nicht umfassend sein können. Es wurde in der Veranstaltung auch durch Teilnehmer mehrfach deutlich, dass eine interkommunale Herangehensweise an viele Themen sinnvoll ist. Leider hat Herr Büttner bisher nahezu jeden dieser Ansätze blockiert.

So gut die Veranstaltung inhaltlich war, so enttäuschend war die Wertschätzung, die ihr durch die Politik und den Bürgermeister entgegengebracht wurde. Es waren lediglich ein Vertreter der CDU, der SPD und zwei Vertreter der UWV, die schnell wieder verschwanden, anwesend. Die Grünen und die FDP waren überhaupt nicht vertreten. Auch Herr Büttner zeigte kein besonderes Interesse an der Konferenz. Hielt Landrat Rosenke ein umfangreiches und inhaltlich gutes Grußwort und beteiligte sich auch bei der anschließenden Diskussion bei der Veranstaltung des Kreises, so führte Herr Büttner unvorbereitet und lieblos in die Veranstaltung ein. Während dem eigentlichen Highlight, der Diskussionen, verschwand er völlig. Dahingegen brachten sich die anwesenden Verwaltungsmitarbeiter, darunter auch einige leitende Mitarbeiter, rege und engagiert in die Runden ein. Es ergaben sich anregende Gespräche mit guten Ideen, die Herr Büttner und die Parteivertreter alle verpasst haben