Bereits vor ein paar Tagen fand die Auftaktveranstaltung für das “Jahr der Stadtmauer” statt. Die Initiative von ein paar Privatleuten hat sich vorgenommen im ganzen Jahr 2012 Veranstaltungen und Informationen rund um die Stadtmauer auf die Beine zu stellen.

Der Auftakt lässt viel erhoffen. Nach einem Mauerspaziergang unter der fachkundigen Führung von Octavia Zanger, ehem. Landeskonservatorin beim Amt für Denkmalpflege im Rheinland, fand man sich im Ratssaal ein. Alle Stühle waren besetzt, weshalb man von einem vollen Haus sprechen kann. Nach einer Einführung in die geplanten Aktionen informierte Frau Zanger über historische und bautechnische Hintergründe der Stadtmauer. Wenn man täglich an dem Bauwerk vorbei geht, dann verliert man den Blick für die Einzelheiten und Details.

Besonders lobenswert, ist, dass sich viele Einzelpersonen dem Projekt verschrieben haben. Das Ganze läuft unter dem Dach des Förderkreises für Denkmalpflege, allerdings nur um Spendern eine entsprechende Quittung ausstellen zu können. Hier erkennt man auch, dass sich die Stadtverwaltung nicht wirklich in das Projekt einklinkt. Bürgermeister Büttner, der gleichzeitig Vorsitzender des Förderkreises ist, glänzt auf dem Gebiet mit Ideenlosigkeit und der Förderkreis hatte auch schon aktivere Zeiten. Man kann also nur hoffen, dass die Stadtverwaltung der Initiative zumindest keine Steine in den Weg legt, von produktiver Unterstützung braucht man indes nicht auszugehen.

Ich hoffe, und werde meinen Beitrag dazu leisten, dass das “Jahr der Stadtmauer” einen Impuls für eine Revitalisierung des größten Denkmals in der Stadt und eine Weiterentwicklung seines Daseins bringt, auch über das Jahr 2012 hinaus.

Alle Informationen rund um das Jahr der Stadtmauer kann man auf der Internetseite www.stadtmauer212.de und der Facebookgruppe finden.

Berichte zur Veranstaltung hat der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau.