Es kommt nicht oft vor, dass sich im politischen Geschehen alle einig sind. Wenn Schüler Ideen entwickeln, dann ist das immer anders. Erstens will man den “Jungen” nicht widersprechen und sich nicht als Spielverderber darstellen und zweitens möchte man ein Zeichen gegen vermeintliche Politikmüdigkeit setzen.

Das hat oft einen faden Beigeschmack. Es ist natürlich einfach die Ideen der Schüler vom St. Michael Gymnasium gut zu finden. Es ist was anderes sie zu unterstützen oder dafür zu kämpfen. Sicher, die Stadt ist pleite. Aber ist das ein Grund essentielle Dinge nicht anzugehen, die die Menschen in einer Stadt wirklich in ihrem Alltagsleben betreffen?

Prioritäten und Kreativität sind zwei wichtige Dinge, die in der Politik eine große Rolle spielen sollten. Das, was da gefordert wurde, ist schon häufiger Gegenstand der Diskussion gewesen. Das Kino, die bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, eine Busstrecke nach Mechernich, Freizeiteinrichtungen, … Vieles davon habe ich schon beantragt oder mich dafür aktiv eingesetzt. Die politische Mehrheit hat sich fast immer dagegen ausgesprochen. Meist mit dem Argument der Finanzen. Mit vermeintlichen Notwendigkeiten, Zwängen und Beschränkungen zu argumentieren ist einfach und erledigt schnell jede Aktivität. Es gilt aber Wege zu suchen und nicht Gründe.

Also stellt sich die Frage warum sich viele Junge für die Politik wie sie praktiziert wird nicht interessieren nicht wirklich. Lippenbekenntnisse und Schultertätscheln, dass erkennen die Menschen schnell. Insofern trägt auch die Kommunalpolitik zum schlechten Bild selber bei.