Dem Anliegen der Energie AG der Zukunftswerkstatt kann man nur zustimmen, ein Energienetz in kommunaler Hand würde der Stadt und seinen Bewohnern viele Vorteile bringen. So verbleibt der Gewinn in Bad Münstereifel und kann für gemeinwohlorientierte Maßnahmen genutzt werden statt in die Konzernzentrale von RWE in Essen zu fließen. Mit einem eigenen Unternehmen kann man nachhaltige Energie- und Infrastrukturpolitik auf kommunaler Ebene betreiben. Und nicht zuletzt profitiert das lokale Handwerk von Aufträgen, die in der Region vergeben werden.

Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt den Schritt in diese Richtung zu gehen, denn alle Fraktionen und die engagierten Menschen der Zukunftswerkstatt haben sich bisher für ein Netz in kommunaler Hand ausgesprochen. Auch zu begrüßen ist es, dass sich die Städte und Gemeinden des Kreises gemeinsam auf den Weg der Netze in kommunaler Hand begeben wollen.

Es macht wenig Sinn wenn einzelne Städte oder Gemeinden des Kreises aus dem Verbund ausscheren und eigene Lösungen finden. Eine funktionierende Lösung kann es nur im gleichberechtigten Verbund möglichst aller Gemeinden des Kreises mit dem Kreis selber geben. Die Fachleute raten zum gemeinsamen Handeln, da so eine wirtschaftlich funktionierende Größe gegeben wäre und auch das nötige Know-How der komplexen rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen gemeinsam aufgebracht werden kann.

Mich freut, dass auf diesem wichtigen Gebiet Einigkeit besteht und über Partei- und Fraktionsgrenzen der Klimaschutz und das Gemeinwohl im Zentrum steht. Nur mit dieser Einmütigkeit wird der komplexe und eventuell langwierige Weg zu leisten sein.