Da nehme ich, nachdem ich in den Rat nachgerückt bin, an meiner ersten Ratssitzung teil und es ist gleich ein eindrucksvoller Belege für eine andere Atmosphäre in Münstereifel.

Nachdem die CDU bei der letzten Wahl ihre absolute Mehrheit verloren hatte, haben viele gedacht, es wäre eine neue Politik möglich. Leider haben sich die Grünen dafür entschieden ihre Überzeugungen zu verkaufen und sich in eine enge Partnerschaft mit der CDU zu begeben. Das geht teilweise so weit, dass der Fraktionsvorsitzende des Grünen sogar an Besprechungen der CDU teilnimmt und die eigenen Leute nur mit gefilterten Informationen versorgt.

Doch in der Sitzung am Dienstag hat Frau Zimmermann von den Grünen echten Mut bewiesen. Entgegen der Fraktionsmeinung enthielt sie sich bei der schnellen Verlegung der Bushaltestelle auf die westliche Erftseite der Stimme. Das zeigt, dass wenigstens noch mindestens ein Grüner seine Fähigkeit zu eigenständigem Denken nicht verloren hat, während sich führende Köpfe mit unterschiedlichen Maßnahmen von CDU und Bürgermeister haben einkaufen lassen.

Es gibt bereits Leute die meinen, Herr Borsch sollte die Konsequenz ziehen und entweder zurücktreten oder seinen Sinneswandel dokumentieren und zur CDU-Fraktion wechseln.

geplanter Zentraler Omnibus Bahnhof

geplanter Zentraler Omnibus Bahnhof

Ich möchte nochmal klarstellen. Die SPD war es, die den Standort auf der westlichen Erftseite vorgeschlagen hatte. Damals noch gegen allgemeine Ablehnung. Allerdings war die Situation eine andere. Der damalige Vorschlag sah eine viel kleinere und weniger monströse Realisierung vor und es sollte sich lediglich um eine Schulbushaltestelle handeln. Jetzt handelt es sich um die Schaffung eines Zentralen Omnibus Bahnhofs. Damals ist der Vorschlag einer dezentralen Lösung noch nicht bekannt gewesen. Warum sollten wir nun an einem Vorschlag festhalten, der vor einer anderen Kulisse gemacht wurde und wenn es neue Entwicklungen gibt. Und warum sollte man vorgebracht neue Ideen nicht erst einmal ausführlich diskutieren.

Ich kann die CDU und Herrn Büttner verstehen, wenn sie das jetzt durchpeitschen wollen. Sie haben vier Jahre lang gepennt und brauchen jetzt schnell einen sichtbaren Erfolg.

Allerdings finde ich das Vorgehen sehr bezeichnend. Erstmal werden hier engagierte Bürger auf unfreundliche Weise abgefertigt, die man selber zur Mitarbeit aufgerufen hat. Und weiter ist der Vorschlag für eine Umgestaltung der Trierer Straße von einem CDU-Mitglied gemacht worden, der vor ein paar Tagen noch in den CDU-Vorstand gewählt worden ist. Das spricht sicher Bände über den Zustand der CDU.

Herr Büttner zeigt immer mehr sein wahres Gesicht. Seine Welt scheint schwarz-weiß zu sein. Bist du nicht für mich, dann bist du gegen mich. Und wer gegen ihn ist, der wird auch schon mal unsanft angegangen und in die Nähe des DDR-Unrechtsregimes gebracht.

Die Abstimmung hat gezeigt, den Unterstützern von Michael Nücken ist es ernst mit einer anderen Atmosphäre der Zusammenarbeit und einer neuen Offenheit von Politik und Verwaltungshandeln. Es weht ein kleiner Wind von Wandel durch Bad Münstereifel, der nach der Wahl zu einer neuen Wetterlage führen kann.