Die Gestaltung der Kreisel ist eines der Dauerthemen in Bad Münstereifel. Hier hat sich die Stadt bisher nicht mit Ruhm bekleckert.

extra-kreisel

Hatte der Rat eigentlich die Gestaltung des “Plus-Kreisels” und des “Extra-Kreisels” beschlossen, so geschah bisher wenig bis gar nichts. Als Argument wurde immer vorgebracht, es fehle das Geld.

Prinzipiell stört mich das Totschlag-Argument “Es fehlt das Geld” sowieso. Hier ist es darüber hinaus nur bedingt zutreffend gewesen. Die beschlossene Gestaltung des Plus-Kreisel (stählerne Stadttore) ist sicherlich mit hohen Kosten verbunden und daher nicht schnell zu realisieren. Die Gestaltung des Extra-Kreisels (Hettner-Bohrmaschine) sollte ebenfalls deshalb nicht umsetzbar gewesen sein.

Die SPD hatte seinerzeit die Idee eine der noch vorhandenen Bohrmaschinen auf den Kreisel zu stellen. Darüber lässt sich sicherlich streiten, aber es ist eine Idee, die einen Kontext zu dem Umfeld und der Stadtgeschichte hat.

Die Realisierung sei nur mit hohen Kosten, die über Spender einzutreiben sei, zu realisieren. Schon damals empfand ich das als schamlose Lüge. Es musste lediglich ein Betonfundament gegossen werden und die Maschine mittels eines Krans aufgestellt werden.

Jetzt zeigt sich wie schnell und unkompliziert das zu realisieren ist, die Maschine steht auf dem Kreisel.

Auch eine provisorische Gestaltung der anderen Kreisel dürfte sicher nicht mit übermäßigen Kosten und Aufwand möglich sein. Andere Städte machen es vor. Für eine touristische Stadt eigentlich peinlich.

Die SPD hat schon vor langer Zeit vorgeschlagen die Kreisel als Übergangslösung mit den Flaggen der Stadt und der Partnerländer zu schmücken. Die Idee wurde mit der Begründung abgelehnt, das ließe der Landesbetrieb Straße nicht zu. Kurze Zeit später war ein Kreisel vorübergehend so gestaltet.

Hier zeigt sich ein Prinzip. Erstens ist die Verwaltungsspitze, insbesondere der Bürgermeister, nicht in der Lage selbst kreative Ideen zu entwickeln. Wenn dann welche kommen, sei es von der SPD, von anderen Parteien oder der Bürgerschaft, dann wird erst mal nach Gründen gesucht warum es nicht geht. In einer Stadt, die innovativ ist, wird immer zuerst nach Wegen gesucht, wie etwas möglich ist und nicht erst nach Gründen, warum es nicht gehen kann.

Jetzt kurz vor der Wahl scheint auch die Gestaltung des Kreisels am Extra kein Problem mehr zu sein.

Auch hier erkennt man ein Prinzip. Erstmal die Ideen abwatschen und die Hände vier Jahre in den Schoß legen und dann kurz vor der Wahl hektische Betriebsamkeit vortäuschen um sich mit Ideen anderer Leute zu schmücken.

Weiteres Beispiel dafür: die Errichtung eines Bürgerbüros. Vor mehr als zwanzig Jahren beschlossen, immer wieder von der Opposition angemahnt und jetzt kurz vor der Wahl soll’s losgehen.

Komisch, oder?!

(Bild: (c) Kölnische Rundschau)