Über die Vorteile, die ich in einem Beitritt Bad Münstereifels zur kreisweiten Tourismus-Verwaltungsgesellschaft “Nordeifel Tourismus GmbH” (NeT) sehe, habe ich bereits mehrfach berichtet. Bisher haben sich schwarz-grün in Bad Münstereifel sowie Bürgermeister gegen einen Beitritt Bad Münstereifels ausgesprochen. Man wolle lieber mit den Gemeinden Blankenheim, Nettersheim und Dahlem zusammen arbeiten. Nachdem nun aber in den vergangenen Wochen sowohl Nettersheim als auch Blankenheim sich für eine Kooperation mit anschließendem Beitritt zur NeT entschieden haben, bliebe nur noch der Verbund mit Dahlem. Auch in Bad Münstereifel wird über die Struktur der Tourismusverwaltung diskutiert, dazu ist ein Gutachten in Auftrag gegeben worden. Angesichts eigener Kosten zwischen 300.000 und 400.000 € pro Jahr für die Tourismusverwaltung erscheinen in dem Bereich Einsparungen möglich. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Jahresbudget der Net für die Betreuung von 7 Kommunen im Kreis etwas unter 300.000 € liegt.

Hoffentlich führt die Debatte in Bad Münstereifel zu dem Entschluss, dass ein Beitritt nicht nur eine kostengünstigere Lösung, sondern auch eine qualitative Verbesserung wäre.

Berichterstattung KStA:
“Mehr Kompetenz für die NeT”
“Jetzt wächst es zusammen”
“Mehr Klarheit hilft allen”

Zur jüngsten Entwicklung der Nordeifel Tourismus GmbH (NeT) erklären die SPD-Kreistagsmitglieder Thilo Waasem, Mitglied der NeT-Gesellschafterversammlung, und Markus Ramers, stlv. Mitglied der NeT-Gesellschafterversammlung:

Wir freuen uns über die jüngsten Entscheidungen in Nettersheim und Blankenheim gemeinsam mit der NeT den Tourismus im Kreis Euskirchen voran zu bringen. Schon in der kurzen Zeit ihres Bestehens hat die NeT, insbesonders durch die professionelle und motivierte Arbeit der Mitarbeiter, bewiesen, dass ihre Gründung die richtige Entscheidung war und noch viel von ihr zu erwarten ist. Das scheint auch in den Kommunen die sich bisher gegen eine Mitgliedschaft ausgesprochen haben angekommen zu sein. Das Team der NeT hat gezeigt, welche Leistungen in einem gemeinsamen und starken Verbund möglich sind. Es ist erfreulich, dass auf dem Gebiet des Tourismus die Zeit der Kirchtürme vorbei zu sein scheint.
Wenn jetzt die anstehende Debatte in Bad Münstereifel auch noch zum Ergebnis einer Mitgliedschaft bzw. Kooperation führt und auch Dahlem seine bisherige ablehnende Haltung überdenkt, dann wäre dem Tourismus im Kreis Euskirchen ein großer Dienst erwiesen. Mit einem kreisweiten und dadurch schlagkräftigen Zusammenschluss ließe sich noch ungenutztes Potenzial des Wirtschatszweigs Tourismus heben.

Der bereits begonnene Prozess der Koordination der einzelenen Kompetenzen zwischen Eifel Tourismus GmbH (ET), NeT und Mitgliedskommunen stellt eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Tourismusverwaltung dar. Gerade zwischen der NeT und den Mitgliedskommunen bedarf es noch einer engen Abstimmung, um dem Ziel einer möglichst weitreichenden Integration der Leistungen gerecht zu werden. Nur so lassen sich die beabsichtigten Synergien und damit verbundenen Einsparungen im Gesamten realisieren.

Im Zusammenhang mit dem Koordinationsprozess muss allerdings auch die Arbeit der Eifel Tourismus GmbH mit Sitz in Prüm bewertet werden.
Auch und gerade in der Zusammenstellung des Aufsichtsrates der Eifel Tourismus GmbH kann man ein Symptom für eine Fokussierung der ET auf Rheinland-Pfalz erkennen. Der Kreis Euskirchen ist darin nicht vertreten. Warum gerade der Landrat des Kreises Düren und der Städteregionsrat der Städteregion Aachen darin sitzen, wobei beide jeweils nur 5 Mitgliedskommunen in der ET vertreten, während der Kreis Euskirchen mit 11 Kommunen nicht vertreten ist, ist nicht begreiflich. Aus verschiedenen Rückmeldungen touristischer Betriebe bzw. Akteure und einiger Veröffentlichungen der ET kann ein gewisses Ungleichgewicht in der konkreten Arbeit der ET zuungunsten des Kreises Euskirchen erkannt werden.

Hier muss der Kreis Euskirchen seinen Einfluss ausbauen. Auch wenn Frau Poth und Herr Schmidder als Geschäftsführung der NeT sehr gute Kontakte haben und Gehör finden, auf politischer Ebene ist das ausbaufähig und -bedürftig.