Soeben wurde der Antrag aus Blankenheim und Nettersheim zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe genehmigt.

Flyer zur Gemeinschaftsschule in Blankenheim und Nettersheim

Flyer zur Gemeinschaftsschule in Blankenheim und Nettersheim

Informationen zur Gemeinschaftsschule bekommt man bei Markus Ramers.

So sehr ich hinter der Idee der Gemeinschaftsschule als solche stehe, so hab ich doch Probleme mit der Einrichtung der gymnasialen Oberstufe.

Dass Blankenheim und Nettersheim ihre bestehenden Schulen (Haupt- und Realschulen) in einer solchen Schulform halten wollen, ist nachvollziehbar und angesichts der rückläufigen Schülerzahlen nur konsequent. Mit dieser Schulform kann vor Ort ein möglichst breites Angebot an Schulabschlüssen gewährleistet werden. Nachvollziehbar ist auch der Wunsch, möglichst kurze Fahrtzeiten zu organisieren.

Allerdings bereitet die gymnasiale Oberstufe Probleme. Zu allererst ist die Initiative ohne vorherige Abstimmung mit den Nachbarkommunen erfolgt. Das ist schon recht rücksichtslos, haben doch die Träger der umliegenden Gymnasien bisher die Schüler aus Blankenheim und Nettersheim zum Abitur geführt, ohne dafür eine finanzielle Beteiligung der beiden Gemeinden zu bekommen.

Darüber hinaus wird in Zeiten sinkender Schülerzahlen hier ein zusätzliches, neues Angebot geschaffen, dass die Probleme der bisher bestehenden Schulen noch verschärfen wird. Aber selbst wenn es die Oberstufen der meisten Gymnasien nicht in ihrer Existenz gefährden sollte, so werden weniger Schüler auf mehr Schulen aufgeteilt, so dass die Masse an jeder Schule für ein ausgewogenes und umfangreiches Kursangebot nicht vorhanden ist.

Vor dem Hintergrund hätte eine Gemeinschaftsschule in Blankenheim/Nettersheim in Kooperation mit einem bestehenden Gymnasium die bessere und interkommunal verträglichere Lösung dargestellt. Interessant wird zu sehen sein, welche Konsequenzen die betroffenen Träger (Bad Münstereifel, Erzbistum Köln, Kloster Steinfeld, Schleiden) daruas ziehen werden. Es ist bereits von einer Klage gegen die Genehmigung die Rede. Das ist zwar unerfreulich, da man die Schule als solches nicht in Frage stellt, aber dem unkoordinierten Vorgehen von Blankenheim und Nettersheim geschuldet.

Jetzt bewahrheitet sich allerdings die Forderung nach einem kreisweiten Schulentwicklungsplan, den die SPD im Kreis schon lange fordert. Leider ist dieser Entwicklungsplan am Widerstand der Bürgermeister, auch Herrn Büttner, gescheitert.