Werner, Du fehlst!

image

Hallo Werner,

leider konntest du am Wahlsonntag nicht mehr dein tolles Ergebnis erleben. Gerade als die ersten Ergebnisse eingetrudelt sind, geschah die Tragödie.

Seit Sonntagabend läuft mein Sohn immer zum Handy, hält es sich ans Ohr und sagt: “Werner telefonieren”. Das treibt mir die Tränen in die Augen und lässt mich an die vielen Telefonate mit Dir denken.

Ich kannte Dich nicht lange, kann mich aber noch gut an unsere erste Begegnung in Köln erinnern. Auch die vielen Unterstützer – viele davon ohne Parteibindung - im Wahlkampf kannten dich nur kurz.  Aber in der kurzen Zeit haben dich so viele Menschen wirklich schätzen gelernt. Wir hatten sehr intensive Wochen und Monate, die ich nicht missen möchte. Du hast mit deiner sympathischen und offenen Art viele Menschen erreicht. Das zeigt das Ergebnis, und das zeigen auch die vielen positiven Rückmeldungen und Beileidsbekundungen. Du hast dein Gegenüber immer ernst genommen und dich voll eingelassen. Die Sorgen und Probleme von anderen Menschen hast du mit voller Kraft angepackt und dich ehrlich für den Anderen interessiert.
Bad Münstereifel ist um seinen Bürgermeister gebracht worden – einen verdammt guten noch dazu.

Den Abend des 13. Septembers 2015 werde ich nie vergessen.

Das Leid und die Trauer deiner Familie kann ich nur erahnen. Kraft und viele gute Freunde wünschen ich deiner Frau und deinen Kindern. Um ehrlich zu sein, mir fehlen die Worte um in irgendeiner Weise Trost zu spenden.

Es ist alles so unendlich traurig!

Werner, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du siehst oder erlebst, wie viele Menschen ihr Beileid bekunden. Es freut mich zu sehen, dass Du anscheinend nicht nur mich und deine vielen Unterstützer mit Deiner sympathischen und menschenfreundlichen Art begeistert hast. Hoffentlich kannst Du mit Freude und Stolz auf die letzten Wochen und Monate zurück gucken.

Mach’s gut, Werner – Du fehlst!

Kommentar schreiben

1 Kommentare.

  1. Danke Thilo, was du schreibst, kann. Ich nur unterstreichen. Traurige, tränenreiche Tage, die aber ungeahntes Gemeinschaftsgefühl erzeugt haben, gehen zu Ende. Ich hoffe, Werners Freunde und auch ich können seinem Vermächtnis als Menschenfreund, Optimist und Brückenbauer gerecht werden. Zumindest ist sein Beispiel ein grosser Ansporn für mich. Nie war ich wirklich auf der Suche nach Vorbildern. Aber ganz in der Nähe habe ich ein Vorbild gefunden.

Antwort an Edmund Komar ¬
Antwort abbrechen

Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>