Bahnhofsumbau und neue Einkaufsflächen in nördl. Vorstadt

Blick auf stillgelegte Gleise

Blick auf stillgelegte Gleise

Umbau Bahnhofsgelände

Ein Umbau des Bahnhofsgeländes wird seit über zehn Jahren diskutiert. Erst vor Kurzem habe ich über die aktuelle Entwicklung berichtet. Die Vorstellung ist dabei, den Busbahnhof auf die Fläche der stillgelegten Gleise, also nördlich vom Bahnhof zu verlegen. Die jetzigen, etwas 100, Park&Ride-Parkplätze sollen in den Umbau integriert werden. Es sollen so etwa 150 Parkplätze geschaffen werden. Ebenso sollen die Taxen auf dieses Areal verlagert werden.

Die Maßnahme wird voraussichtlich mit 85% vom Land bezuschusst. Bei ungefähren Kosten von 2,2 Millionen Euro bliebe der Stadt ein Eigenanteil von etwa 400.000 Euro.

Die Maßnahme ist unbestritten sinnvoll und würde eine echte Verbesserung des Stadtbildes mit sich bringen. Auch die schwierige Verkehrssituation zu Schulende würde sich etwas entschärfen. Die Brachfläche nördlich des Bahnhofs würde einer sinnvollen Nutzung zugeführt. Und mit der südlich des Bahnhofs freiwerdenden Fläche ließe sich ein neues Entrée für das nördliche Tor zur Stadt schaffen. Alles in Allem eine gute Sache.

Problematisch ist allerdings der Eigenanteil von 400.000 Euro. Die Stadt ist unbestritten pleite. So pleite, dass die Kindergärten übertragen wurden, Kinderspielplätze abgegeben und abgebaut wurden. Die Stadtverwaltung pfeift personell aus dem letzten Loch und Investitionen in Schulen und Kindergärten sind nicht mehr möglich. Vor diesem Hintergrund hat sich die SPD-Fraktion mehrheitlich dafür entschieden, dem Umbau nicht zuzustimmen. Grund dafür ist allein die finanzielle Situation der Stadt Bad Münstereifel. Persönlich sehe ich das etwas anders, ich halte es für eine Chance, die wahrscheinlich nicht so schnell wiederkommt. Sicherlich ist es schwierig zu vermitteln, warum man für solche Maßnahmen so viel Geld in die Hand nimmt, während man an anderer Stelle kleine und Kleinstbeträge nicht mehr aufbringen kann. Dennoch halte ich es für die richtige Entscheidung den Bahnhof umzubauen.

Berichterstattung KStA und KR

Einkaufsflächen in der nördlichen Vorstadt

Entlang der westlichen Kölner Straße tut sich was. Auf den Grundstücken, die rund um den Bauhof liegen, sollen neue Einkaufsflächen geschaffen werden. Auch Apollos Getränkemarkt, wo früher ein Aldi stand, soll einer neuen Einkaufsmöglichkeit weichen. Hintergrund ist, dass laut einer Untersuchung große Anteile der Kaufkraft aus Münstereifel in die umliegenden Gemeinden Rheinbach und Euskirchen abfließen. Dem soll hierdurch entgegengewirkt werden.

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal darüber berichtet. Jetzt wird es konkreter. Es soll angeblich ein Edeka und DM, sowie ein weiterer Discounter, kommen. Gerade einen Drogeriemarkt halte ich angesichts der Schließungen von Schlecker und Ihr Platz für extrem wichtig. Probleme gibt es wohl mit dem Grundstück, auf dem jetzt Apollos Getränkemarkt steht. Das Grundstück, auf dem vorher ein Aldimarkt stand, darf vertraglich anscheinend nicht an einen Konkurrenten von Aldi verpachtet oder verkauft werden.

Unabhängig, wie die konkrete Ausgestaltung der Einkaufsentwicklung weitergeht, die Postfiliale soll, laut Aussage von Herrn Zweiffel, weiter an diesem Standort betrieben werden.

Der Bauhof soll durch einen Investor dann im Gewerbegebiet, also im Bendenweg, neu gebaut werden.

Ich finde die Entscheidung mehr Angebot in BaM zu schaffen grundsätzlich richtig. Ob dadurch allerdings mehr Menschen, gerade aus den Orten des Höhengebiets in Münstereifel einkaufen, wage ich zu bezweifeln. Viele Menschen, die in Rheinbach oder Euskirchen einkaufen, tun das, weil es auf ihrem Arbeitsweg liegt, oder weil sie schneller und bequemer in Rheinbach oder Euskirchen sind. Dennoch ist es richtig die Gegend weiter zu entwickeln.

Berichterstattung KR

Kommentar schreiben

0 Kommentare.

Kommentar schreiben

Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>