Das Bildungspaket im Kreis EU

Zur Umsetzung des Bildungspakets der Bundesregierung habe ich gemeinsam mit meinem Kreistagskollegen Markus Ramers eine Presseerklärung rausgegeben. An dieser Stelle möchte ich die grundlegenden Probleme, die wir bei der Umsetzung sehen, erläutern:

Gerade einmal zwei Prozent der berechtigten Eltern im Kreis Euskirchen beantragen Mittel aus dem Bildungspaket für ihre Kinder. Ich halte das für eine erschreckend niedrige Zahl.
Eine Umfage von Spiegel Online hat ergeben, dass insbesondere jene Eltern Anträge stellen, die sich ohnehin viel um ihre Kinder mühen.

Es sollen aber auch und insbesondere die abgehängten Kinder erreicht werden!

Die Struktur des Paket ist in meinen Augen zu bürokratisch und stellt eine unnötige Hürde für die Familien dar. Was in Berlin toll klingt, scheitert dann mal wieder am mangelnden Blick für die Situation der Betroffenen vor Ort.
Eine niedrigschwellige Beantragung wäre gerade für die betroffenen Kinder wichtig. Wir müssen die Leistungen an die Kinder bringen, nicht die Kinder in die Jobcenter!
Dabei könnte man auf bestehende Förderstrukturen zurückgreifen. Schulen, Kindergärten und andere Institutionen sollten eingebunden werden. Mittelfristig macht es mehr Sinn entsprechende Leistungen direkt zu fördern, also kostenfrei zu gestalten, statt Antragserfordernisse zu schaffen.

Als wichtigen Schritt kann man die bereits von Arbeitsministerin von der Leyen angekündigte Verlängerung der Antragsfrist für Leistungen aus dem Paket ansehen. Jetzt gilt es, die nötige Aufmerksamkeit für die Leistungen zu erreichen.
Damit alle Berechtigten von der Möglichkeit Gelder für Schulessen, Nachhilfe, Sport- und Kulturförderung der Kinder zu bekommen erfahren, ist es wichtig, dass Lehrer und Erzieher, Bekannte und auch Nachbarn Berechtigte auf den Anspruch aufmerksam machen.

Ich hoffe, dass dadurch das zur Verfügung stehende Geld auch den Familien zugute kommt, die es wirklich benötigen!

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