Jugendzentren erhalten

In der Kreistagssitzung vom vergangenen Mittwoch mussten wir aufgrund gestiegener Fallzahlen im Jugendbereich überplanmäßigen Aufwendungen in Millionenhöhe zustimmen. Gestern stand im Jugendhilfeausschuss die angespannte Personalsituation im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) auf der Tagesordnung. Gerade in solchen Zeiten, wo Jugendhilfe- und Sozialkosten große Teile des Kreishaushalts einnehmen, sind präventive Maßnahmen sinnvoll und nachhaltig. Die offene Jugendarbeit ist eine präventive Maßnahme und nicht nur in Bad Münstereifel ist das Jugendzentrum eine wichtige Anlaufstelle und ein Halt für Jugendliche.

Ich persönliche werde deshalb uneingeschränkt für den Erhalt der Jugendzentren im Kreis Euskirchen einstehen. Offene Kinder- und Jugendarbeit ist kreisweit unverzichtbar. Eine weitere Reduzierung der knapp 13 hauptberuflichen Fachkräfte (Bad Münstereifel davon 1,1) halte ich für die falsche Richtung.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass diese Diskussion nicht vom Himmel gefallen ist:
Im Frühjahr haben die Bürgermeister des Kreises Euskirchen (inklusive Herrn Büttner) einen Brief an den Kreistag unterschrieben, in dem Sie die Streichung aller freiwilligen Lesitungen des Kreises gefordert haben. Man kann sicherlich an vielen Stellen über die Haushaltspolitik des Kreises und über die Höhe der Kreisumlage streiten. Aber wenn man eine solch undifferenzierte Forderung erhebt, kann das schnell zum Eigentor werden. Freiwillige Leistungen sind oft auch Investitionen in ein nachhaltiges Sparen, sie können langfristig Pflichtausgaben senken und ein wichtiger Beitrag für die soziale Infrastruktur in den Kommunen sein. Im Falle der offenen Jugendarbeit ist das so! Ich verweise hier auf einen Artikel von mir, in dem ich bereits auf diese Gefahr hingewiesen habe.

Im Zuge der Aufgabenkritik im Kreis Euskirchen, stehen die Ausgaben im Sozial- und Jugendbereich momentan auf dem Prüfstand. Manches Geld kann sicherlich auch effektiver eingesetzt werden. Trotzdem sehe ich hier tendenziell wenig Einsparpotenziale – vor allem nicht in der offenen Jugendarbeit. Präventive Maßnahmen im Jugendhilfebereich sind wichtig und können den Haushalt langfristig entlasten.

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